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19 alte Fotos zeigen, wie Musiklegenden von damals wirklich wohnten
Die Privathäuser weltbekannter Musiker
By Natalie Davies · July 30, 2026
Die Privathäuser von Phil Collins und Co.
Jenseits von Bühnen, Blitzlicht und tosendem Beifall sind auch die größten Musikikonen immer noch Menschen. Diese 19 Archivaufnahmen zeigen die Stars dort, wo sie zur Ruhe kommen konnten: in ihren eigenen vier Wänden. Ob in einer Villa in den Hollywood Hills oder im charmanten Londoner Altbau – die Wohnräume dieser Promis sind nicht nur Ausdruck von Kreativität und Erfolg, sondern auch ein Spiegel ihrer Persönlichkeit.
Hier werfen wir einen Blick in die privaten Rückzugsorte der größten Musikerinnen und Musiker aller Zeiten …
Adaptiert von Alina Halbe
Elvis und sein Klavier in Graceland: 1965
Der King of Rock ’n’ Roll kaufte das Graceland-Anwesen 1957 in seiner Heimatstadt Memphis für 102.500 US-Dollar. Nach heutigem Geldwert wären das rund 1,2 Millionen US-Dollar (eine Million Euro). Elvis Presley war ein ausgesprochener Familienmensch: Seine Eltern, seine Großmutter und weitere Verwandte zogen mit ein. Nachdem Elvis’ Großmutter Minnie Mae Presley 1993 starb, ging das Anwesen in den Besitz von Elvis’ Tochter Lisa Marie über. Sie selbst lebte aber nicht dort.
Wie sehr die Musikikone Glamour und Extravaganz liebte, ist dem Interieur des Hauses deutlich anzusehen: Hier findet man vor allem grelle Farben, viele Spiegel und als Highlight den legendären „Jungle Room“ – ein tropisch anmutendes Wohnzimmer mit Wasserfall und Plüschmöbeln. Heute ruhen Elvis, seine Mutter und sein Vater in der Familiengrabstätte auf dem Gelände. Und Graceland ist längst mehr als nur ein Haus – es ist eine Pilgerstätte für Fans aus aller Welt, die dort dem King die letzte Ehre erweisen.
Jimi Hendrix in seiner Küche: 1967
Dieses Foto aus dem Jahr 1967 zeigt Jimi Hendrix am Herd in der kleinen Küche seiner Londoner Wohnung. In diesem Jahr wurde er in Großbritannien zum Musikphänomen: Mit seiner Band The Jimi Hendrix Experience veröffentlichte er das Album „Are You Experienced“ und landete mit Songs wie „Purple Haze“ und „The Wind Cries Mary“ in den Top Drei der britischen Charts.
1967 war auch das Jahr, in dem Hendrix angeblich zum ersten Mal seine Gitarre auf der Bühne in Brand setzte – nämlich im London Astoria Theatre. Nur ein Jahr später stand er bereits als Headliner beim Monterey Pop Festival auf der Bühne und zog mit seiner Freundin Kathy Etchingham in die berühmte Wohnung in der Brook Street im schicken Stadtteil Mayfair, die heute als Gedenkstätte erhalten ist.
John Lennon mit seinem Sohn Julian: 1968
1964 kaufte Beatles-Sänger und -Gitarrist John Lennon ein Anwesen in der englischen Grafschaft Surrey für damals 20.000 britische Pfund, was nach heutigem Geldwert umgerechnet etwa 585.000 Euro entspricht. Das luxuriöse Haus ist auch unter dem Namen Kenwood bekannt und liegt in St. George’s Hill, einem exklusiven Wohnviertel in Weybridge, das schon damals Prominente anzog.
Das Haus spiegelte Lennons Hang zum Skurrilen wider: violett gepolsterte Wände im Esszimmer, ein Gorilla-Kostüm im Eingangsbereich und ein Swimmingpool mit einem riesigen Mosaikauge als Blickfang. Dieses Foto entstand kurz vor den Aufnahmen für das Album „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ – und zeigt den Star von seiner privaten Seite, gemeinsam mit seinem Sohn Julian.
Sonny und Cher in ihrem Wohnzimmer: 1968
Sonny Bono und Cher sind hier in ihrem Haus in Los Angeles zu sehen – aufgenommen auf dem Höhepunkt ihres Ruhms als Popduo. 1968 waren die beiden vor allem in den USA längst bekannt: Mit Hits wie „I Got You Babe“ und regelmäßigen Fernsehauftritten eroberten sie die amerikanische Popkultur, während Cher sich zugleich als Modeikone einen Namen machte.
Ihr ausgefallenes Interieur und ihr mutiger Stil passten perfekt zum psychedelischen Zeitgeist der späten 1960er-Jahre. Gemeinsam bildeten die Musiker eines der schillerndsten Paare dieser Ära – und zwar sowohl auf der Bühne als auch privat.
Mick Jagger an seinem Esstisch: 1969
Auf diesem Foto sieht man Mick Jagger in seinem Londoner Zuhause. Es entstand im Oktober 1969, während eines kurzen Zwischenstopps zwischen Reisen nach Indonesien und den Proben für die nächste Tour der Rolling Stones, die in den USA stattfanden. Jagger sitzt erkältet und stimmlos am Esstisch – umgeben von Papieren und einem Telefon.
Zu diesem Zeitpunkt hatten die Rolling Stones ihren Platz unter den größten Rockbands der Welt längst gesichert: Das Album „Beggars Banquet“ war gerade erschienen, „Let It Bleed“ stand kurz vor der Veröffentlichung. Doch der Erfolg wurde von einem tragischen Ereignis überschattet, denn nur drei Monate zuvor war das Gründungsmitglied Brian Jones tot in seinem Swimmingpool aufgefunden worden.
Keith Richards und Anita Pallenberg auf ihrem Sofa: 1969
Gitarrist Keith Richards macht es sich hier zusammen mit seiner Freundin Anita Pallenberg in seinem Londoner Haus bequem. Das Foto entstand kurz nach seiner Rückkehr von einer US-Tournee. Pallenberg, deutsch-italienische Schauspielerin und Model, war längst zu einer einflussreichen Figur im Umfeld der Rolling Stones geworden, stand jedoch unter Druck der britischen Behörden, die ihr Aufenthaltsrecht infrage stellten.
Das Interieur mit gemusterten Stoffen, antiken Möbeln und einer Prise Bohème verrät viel über die Atmosphäre, die das Leben der Stones prägte. Und doch wirkt der Mix aus dekadentem Chaos und lässigem Glamour hinter den Kulissen ganz anders als das provokante öffentliche Image der Band.
Agnetha Fältskog und Björn Ulvaeus in ihrer Küche: 1970
Das Foto aus dem Jahr 1970 zeigt Agnetha Fältskog und ihren Verlobten Björn Ulvaeus in der Küche ihres schwedischen Zuhauses – umgeben von ungespültem Geschirr und Alltagschaos. Ein Jahr später heirateten die beiden, kurz bevor sie 1972 gemeinsam mit Benny Andersson und Anni-Frid Lyngstad die Erfolgsband ABBA gründeten.
Zu diesem Zeitpunkt waren die beiden in Schweden bereits bekannte Namen: Fältskog als Solosängerin, Ulvaeus als Mitglied der Folkgruppe Hootenanny Singers. Dieser Schnappschuss zeigt die beiden in einem unbeschwerten Alltagsmoment, bevor der Weltruhm ihr Leben für immer veränderte.
David Bowie in seinem Wohnzimmer: 1971
Mit langen Haaren und verträumtem Blick ist David Bowie hier in Haddon Hall, einer viktorianischen Villa im Londoner Vorort Beckenham zu sehen. Zwischen 1969 und 1972 lebte er mit seiner Frau Angie in einer Wohnung im Erdgeschoss.
Das Apartment in diesem prachtvollen, aber langsam verfallenden, Haus war weit mehr als nur ein Zuhause – es wurde zu einem kreativen Zentrum. Hier schrieb und probte Bowie große Teile von „Hunky Dory“ und den frühen Songs von „Ziggy Stardust“. In der Villa herrschte eine offene, fast schon magische Atmosphäre: Musiker und Freunde gingen ein und aus. Haddon Hall gilt übrigens bis heute als Geburtsort von Bowies Sound und Stil der frühen 1970er-Jahre.
Diana Ross vor ihrer Villa: 1971
Sie war die wohl größte Diva ihrer Zeit: Diana Ross posiert hier vor ihrer Villa in den Hollywood Hills – in einem Jahr, das ihre Karriere entscheidend veränderte. Nachdem sie die Band The Supremes im Jahr zuvor verlassen hatte, startete die Sängerin als Solokünstlerin durch. Mit ihrem zweiten Album „Everything Is Everything“ feierte sie erste Erfolge und kurz darauf brachte ihr „I’m Still Waiting“ den ersten Nummer-eins-Hit im Vereinigten Königreich.
Im selben Jahr wagte Ross zudem den Schritt auf die Kinoleinwand: In „Lady Sings the Blues“ spielte sie die Jazzlegende Billie Holiday – eine Rolle, die ihr eine Oscar-Nominierung einbrachte. Ihr elegantes Haus über den Dächern von Los Angeles spiegelte dabei perfekt wider, was sie zu diesem Zeitpunkt war: ein aufstrebender Star mit unwiderstehlicher Ausstrahlung.
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John Lennon und Yoko Ono auf dem Fußboden: 1971
John Lennon und seine zweite Frau, die Künstlerin Yoko Ono, sind hier in ihrem Landhaus unweit von Schloss Windsor zu sehen, das sie 1969 für 145.000 britische Pfund gekauft hatten. Das entspricht einem heutigen Geldwert von umgerechnet etwa 2,4 Millionen Euro. Das Anwesen westlich von London wurde bis 1971 umfassend umgebaut und um ein eigenes Tonstudio erweitert, die sogenannten „Ascot Sound Studios“. Dort arbeiteten die beiden an experimentellen Kunstprojekten – und Lennon nahm hier seinen legendären Song „Imagine“ auf.
Diese Momentaufnahme steht mit dem möbellosen Raum als Kulisse im Kontrast zum Luxus des Anwesens, sie fängt aber auch die kreative Verbundenheit des Paares auf eindrucksvolle Weise ein.
Tom Jones beim Einzug in sein Haus: 1972
Ein echter Schnappschuss: Dieses humorige Foto zeigt Sänger Tom Jones mit seiner Frau Linda und Sohn Mark, wie sie gerade Einrichtungsgegenstände in ihr neues Haus im südenglischen Surrey tragen. Zu dieser Zeit stand Jones auf dem Höhepunkt seiner Karriere – mit Shows in Las Vegas und internationalen Hits, die ihn zu einem der größten Stars seiner Ära machten.
Während er öffentlich für Glanz und Glamour stand, sieht man hier doch eine bodenständige und ganz private Seite des Musikers: Alle packen beim Umzug mit an.
Elton John mit seinem Fuhrpark: 1972
Am 4. April 1972 ließ sich Elton John vor seinem Haus im südenglischen Surrey fotografieren – auf einem Mini-Motorrad, umgeben von einem eindrucksvollen Fuhrpark aus Mercedes, Rolls-Royce und Jaguar. Zu dieser Zeit ging es für den Sänger steil bergauf: Nach dem Erfolg von „Your Song“ im Jahr 1970 stand mit „Honky Château“ nun sein erstes Nummer-eins-Album in den Startlöchern.
Das verspielte Foto zeigt genau das, was Elton John ausmacht: seine Lust an Extravaganz, seinen Sinn für Humor und die Freude am großen Auftritt – und die stellt er hier vor der Kulisse des gepflegten Vorstadtlebens eindrucksvoll unter Beweis.
Freddie Mercury in seinem Garten: 1975
1975 ließ sich Freddie Mercury im Garten seines Londoner Hauses fotografieren. In diesem Jahr veröffentlichen Queen ihr legendäres Album „A Night at the Opera“ und die bahnbrechende Single „Bohemian Rhapsody“ – die Band war damit auf dem besten Weg, die Musikwelt im Sturm zu erobern.
Doch das Bild zeigt Mercury fernab des Rampenlichts, in einem Moment der Ruhe. Das Haus im West-Londoner Stadtteil Holland Park war sein privater Rückzugsort inmitten seines immer turbulenteren Lebens. Erst später zog er dann in die berühmte Garden Lodge in Kensington, die bis heute Queen-Fans anzieht.
Dolly Parton vor ihrer Ranch: 1978
Dieses Foto aus dem Januar 1978 ist eine seltene Momentaufnahme von Dolly Parton und ihren Freundinnen Linda Ronstadt und Emmylou Harris. Das Trio steht vor Partons Ranch in Brentwood im US-Bundesstaat Tennessee. Ihre gemeinsame musikalische Arbeit begann zwar erst später, doch hier ist die enge Freundschaft und Verbundenheit der drei Sängerinnen gut zu erkennen.
Damals war Parton längst mehr als nur ein Country-Star – sie hatte den Sprung ins internationale Popgeschäft geschafft, blieb ihrer Heimat Nashville aber dennoch treu. Das Haus in Brentwood bot ihr die nötige Ruhe und Privatsphäre, während sie weltweit immer bekannter wurde.
Liberace beim Baden in seiner Villa: 1978
Für eine TV-Sendung ließ sich der amerikanische Entertainer und Pianist Liberace in seiner luxuriösen Marmorbadewanne ablichten, die ihn damals stolze 55.000 US-Dollar gekostet hatte. In den USA galt er als Ausnahmekünstler: ein brillanter Pianist mit funkelnden Bühnenoutfits, Kerzenleuchtern am Flügel und einem Hang zum großen Auftritt. Extravaganz war sein Markenzeichen – auf der Bühne ebenso wie privat.
Als Liberace 1987 starb, wurde sein Vermögen auf rund 18 Millionen US-Dollar geschätzt – heute wären das etwa 51 Millionen US-Dollar (44 Millionen Euro). Sein Vermögen stammte aus unzähligen Shows und Konzerten, aber auch aus Wertanlagen wie Schmuck und Autos – und natürlich seinen prunkvollen Anwesen, allen voran den Villen in Las Vegas.
Bryan Ferry in seinem Wohnzimmer: 1982
Dieses Foto aus dem Jahr 1982 zeigt Bryan Ferry in seinem eleganten Londoner Zuhause – ein Ort, der perfekt zu seinem Image als stilvoller Frontmann der Band Roxy Music passte. Umgeben von Kunstwerken und Antiquitäten spiegelte das Interieur Ferrys Liebe zu klassischem Design wider – und sein Talent, den Glamour eines Rock’n’Roll-Stars mit kultiviertem Geschmack zu verbinden.
Zu dieser Zeit feierte Roxy Music große Erfolge mit dem Studioalbum „Avalon“. Als diese Aufnahme entstand, war Ferry also auf dem Höhepunkt seiner Karriere.
Phil Collins in seinem Tonstudio: 1984
Phil Collins, damals Genesis-Frontmann, Schlagzeuger und Songwriter, sitzt hier daheim an seinem Klavier. In seinem Haus im südenglischen Surrey hatte er sich sein privates Tonstudio „The Old Croft“ eingerichtet. Umgeben von Instrumenten und Aufnahmetechnik arbeitete Collins oft bis spät in die Nacht, experimentierte mit Drumcomputern und nahm Demos auf einem 8-Spur-Recorder auf.
Zu diesem Zeitpunkt hatte er mit Alben wie „Face Value“ und „Hello, I Must Be Going!“ bereits weltweiten Erfolg, doch er tüftelte schon am nächsten großen Wurf: Das Album „No Jacket Required“ erschien 1985 und machte ihn zu einem der größten Popstars des Jahrzehnts.
Tina Turner zu Hause auf dem Sofa: 1984
Im Dezember 1984 ließ sich Tina Turner in ihrem Haus in Los Angeles fotografieren – auf dem Höhepunkt ihres großen Solo-Comebacks. In diesem Jahr erschien das Erfolgsalbum „Private Dancer“ der Musikerin, das sie mit Songs wie „What’s Love Got to Do with It“ – übrigens ihrem einzigen Nummer-eins-Hit in den USA – auch international zur Chartstürmerin machte.
Dieses Foto zeigt Turner entspannt auf dem Sofa, im Hintergrund ihr Flügel – eine Szene, die gleichzeitig ihre Eleganz und Stärke verdeutlicht. Viele hielten sie damals für eine Sängerin, die vom Ruhm ihrer früheren Auftritte mit ihrem Ex-Mann Ike Turner lebte. Doch nun hatte sie endgültig bewiesen, dass sie als unangefochtene Königin des Rock und Soul wieder ganz oben war.
Whitney Houston mit ihren Eltern in der Küche: 1987
1987 war für Whitney Houston ein entscheidendes Jahr, denn im Sommer desselben Jahres erschien ihr zweites Album „Whitney“ – das erste Album einer weiblichen Künstlerin, das direkt auf Platz eins der Billboard-Charts landete. Mit Hits wie „I Wanna Dance with Somebody“ katapultierte sich die Sängerin in den Pop-Olymp und wurde zum internationalen Superstar.
Dieses Foto aus dem Jahr 1987 zeigt sie in der Küche mit ihren Eltern Cissy und John – ganz privat, fernab des Rampenlichts. Trotz all des Trubels hielt Houston engen Kontakt zu ihrer Mutter: Cissy Houston war nicht nur ihr größter Rückhalt, sondern auch selbst Gospelsängerin, die ihrer Tochter einst das Singen beigebracht hatte.
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