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XXL-Friedhöfe: Hier werden Schiffe, Flieger und Züge zu Schrott verarbeitet

Die größten Fahrzeugfriedhöfe der Welt

By Daniel Coughlin · July 30, 2026

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Chris McGrath/Getty Images

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Haben Sie sich schon einmal gefragt, was eigentlich mit Flugzeugen, Zügen und Schiffen passiert, wenn sie nicht mehr gebraucht werden? In der Regel landen sie dann auf Schrottplätzen, wo sie entweder recycelt werden oder einfach vor sich hin rosten. Diese Orte sind meist ein trostloser Anblick und doch haben sie etwas Faszinierendes und manchmal auch Unheimliches an sich. 

Sehen Sie auf den folgenden Bildern, wo für gigantische Ozeandampfer, Züge und Flieger die Reise endet. 

Adaptiert von Sandra Schröpfer und Ina Hieronimus

Alan Wilson/Flickr/CC BY-ND 2.0

Mojave Air and Space Port, Kalifornien, USA

Die Produktion der einst so beliebten Boeing 747 wurde 2023 eingestellt und die Maschine durch effizientere Modelle ersetzt.

United, Delta, British Airways, Air France, KLM und Qantas haben alle ihre Boeing 747-Flotten ausgemustert. Viele dieser Flieger stehen nun auf diesem Flugzeugfriedhof in der kalifornischen Mojave-Wüste.

Paul Harris/Getty Images

Mojave Air and Space Port, Kalifornien, USA

Ausgediente Jumbojets werden entweder so lange geparkt, bis sich ein neuer Interessent findet, oder sie werden verschrottet. Im letzteren Fall werden bis zu 90 Prozent einer Maschine recycelt und anderweitig wiederverwertet.

Das trockene Wüstenklima am Mojave Air and Space Port bietet ideale Bedingungen für die Abstellung von Flugzeugen, weshalb er von vielen Airlines genutzt wird. 

Kim Davies/Flickr/CC BY-ND 2.0

Mojave Air and Space Port, Kalifornien, USA

Nicht nur die Trockenheit und die Wärme sind ideal, auch die Höhenlage, die geringe Luftverschmutzung und der alkalische Boden hemmen den Verfall und die Bildung von Rost.

Auf dem Flugzeugfriedhof sind mehr als 1.000 Passagierflugzeuge abgestellt und laufend kommen weitere hinzu. Darunter sind Maschinen, die regulär ausgedient haben, aber auch Passagierflieger, die irgendwann wieder in Betrieb genommen werden sollen.

Todd Lappin/Flickr/CC BY-ND 2.0

Mojave Air and Space Port, Kalifornien, USA

Die monatliche Parkgebühr pro Maschine ist nicht ohne – für die Fluggesellschaften, die oft gleich Dutzende Flugzeuge abgestellt haben, bedeutet das erhebliche Zusatzkosten. Neben den vielen Boeing- und Airbus-Maschinen gibt es auf dem Mojave Air and Space Port auch Flugzeuge von McDonnell Douglas und Lockheed Martin.

Eric Salard/Flickr/CC BY-ND 2.0

Mojave Air and Space Port, Kalifornien, USA

Der Flugzeugfriedhof ist generell nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, bietet aber einmal im Monat einen sogenannten „Plane Crazy Saturday“, einen Tag der offenen Tür für Flugzeugfans, an.

Stuart Rankin/Flickr/CC BY-ND 2.0

Luftwaffenstützpunkt Davis-Monthan, Arizona, USA

Die größte Fläche zum Abstellen und Verschrotten von Flugzeugen weltweit ist die Davis-Monthan Air Force Base in der Wüste von Arizona. Hier parken Tausende ausgemusterte US-Militär- und Regierungsflugzeuge.

Airman Magazine/Flickr/CC BY-ND 2.0

Luftwaffenstützpunkt Davis-Monthan, Arizona, USA

Die 309th Aerospace Maintenance and Regeneration Group (AMARG), wie der Luftwaffenstützpunkt offiziell heißt, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg gebaut. Heute ist das Gelände das einzige Endlager für alte Militär- und Regierungsflieger der USA.

SearchNet Media/Flickr/CC BY-ND 2.0

Luftwaffenstützpunkt Davis-Monthan, Arizona, USA

Wie der Mojave Air and Space Port wurde auch dieser Standort wegen des trockenen Wüstenklimas, alkalischen Bodens und der Höhenlage gewählt. Die extrem niedrige Luftfeuchtigkeit in Kombination mit der säurelosen Wüstenerde und der Höhe schützen das Metall der Maschinen und verhindern die Bildung von Rost.

Travelview/Shutterstock

Luftwaffenstützpunkt Davis-Monthan, Arizona, USA

Rund 700 Mitarbeiter kümmern sich um die alten Flugzeuge, unter denen sich auch eine ehemalige Präsidentenmaschine, die Air Force One, befindet. Die Basis wird sowohl zum kurz- als auch langfristigen Abstellen der Maschinen genutzt.

Aus ausgedienten Fliegern werden noch verwendbare Teile ausgebaut und recycelt. Insgesamt gibt es auf dem Stützpunkt Ersatzteile im Wert von Hunderten Millionen Euro.

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SearchNet Media/Flickr/CC BY-ND 2.0

Luftwaffenstützpunkt Davis-Monthan, Arizona, USA

Davis-Monthan ist immer wieder in Fernsehsendungen und Spielfilmen zu sehen, so auch in dem Science-Fiction-Film „Transformers – Die Rache“ (2009). Für die breite Öffentlichkeit ist der Stützpunkt in der Regel nicht zugänglich, allerdings öffnet er gelegentlich seine Pforten und veranstaltet Events.

Im angrenzenden Pima Air & Space Museum können Interessierte mehr über alte und neue Flugzeuge erfahren.

Rab Lawrence/Flickr/CC BY-ND 2.0

Flughafen Teruel, Aragonien, Spanien

Europas Flugzeugfriedhof Nummer eins ist der Flughafen Teruel im Nordosten Spaniens, der speziell als Abstellfläche für ausrangierte Flugzeuge gebaut wurde. Er wird auch zur Wartung und Instandhaltung von Maschinen genutzt.

David Ramos/Getty Images

Flughafen Teruel, Aragonien, Spanien

Auch an diesem Standort herrschen ideale klimatische Bedingungen für die abgestellten Flugzeuge. Den Großteil des Jahres ist es in Teruel trocken, die Luft ist sauber und der Ort befindet sich etwa 1.000 Meter über dem Meeresspiegel. 

David Ramos/Getty Images

Flughafen Teruel, Aragonien, Spanien

In Teruel ist Platz für bis zu 250 große Maschinen, womit der Flughafen zwar deutlich kleiner ist als die Abstellflächen in den USA, doch nicht weniger gefragt. Vor allem während der Pandemie herrschte auf Europas größtem Flugzeugfriedhof Hochbetrieb.

David Ramos/Getty Images

Flughafen Teruel, Aragonien, Spanien

In Teruel werden Maschinen von Airbus und Boeing abgestellt und zum Teil zerlegt, ebenso wie Flugzeuge von Bombardier. 

Steve Strike/Getty Images

Asia Pacific Aircraft Storage, Northern Territory, Australien

Viele Flugzeuge im asiatisch-pazifischen Raum finden ihre letzte Ruhestätte am Flughafen von Alice Springs im australischen Outback, auf dem Asia Pacific Aircraft Storage. Die erst 2013 fertiggestellte und ein Jahr später in Betrieb genommene Abstellfläche ist einer der neuesten Flugzeugfriedhöfe der Welt.

Steve Strike/Getty Images

Asia Pacific Aircraft Storage, Northern Territory, Australien

Auch hier wurde der Standort nach den klimatischen Bedingungen ausgewählt, um Rost und Erosion an den Flugzeugen so gering wie möglich zu halten. Das Klima in Alice Springs ist extrem trocken und die Luft sehr sauber. Die Abstellfläche umfasst insgesamt 100 Hektar.

Steve Strike/Getty Images

Asia Pacific Aircraft Storage, Northern Territory, Australien

Die nationale Fluggesellschaft Australiens, Qantas, hat zwar während der Pandemie einige Flugzeuge in Alice Springs geparkt, sich aber aus unbekannten Gründen dazu entschieden, ihre Flugzeuge weiterhin in der kalifornischen Mojave-Wüste abzustellen. Doch dem Asia Pacific Aircraft Storage mangelt es trotzdem nicht an Kunden.

Steve Strike/Getty Images

Asia Pacific Aircraft Storage, Northern Territory, Australien

Zu den Kunden des Flugzeugfriedhofs zählen Fluggesellschaften mit Sitz im asiatisch-pazifischen Raum wie Fiji Airways und Singapore Airlines. 

Sean Kolk/Flickr/CC BY-ND 2.0

Eisenbahnfriedhof Uyuni, Bolivien

Nicht nur Flugzeuge finden häufig ein trostloses Ende, auch für Züge ist manchmal ganz plötzlich die Reise vorbei: Dieser bemerkenswerte Eisenbahnfriedhof befindet sich drei Kilometer außerhalb der bolivianischen Stadt Uyuni, am Rande der größten Salzebene der Welt. 

Gerben van Heijningen/Flickr/CC BY-ND 2.0

Eisenbahnfriedhof Uyuni, Bolivien

Ende des 19. Jahrhundert war Uyuni ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt für die bolivianische Bergbauindustrie. Die Rohstoffe, die in der Gegend abgebaut wurden, wurden von dem Bahnhof an die Küste transportiert.

Arthur Lima/Flickr/CC BY-ND 2.0

Eisenbahnfriedhof Uyuni, Bolivien

Der Bahnhof, der von britischen Ingenieuren erbaut wurde, war der ganze Stolz des damaligen bolivianischen Präsidenten Aniceto Arce. Das Drehkreuz verhalf der Region Uyuni zu wirtschaftlichem Aufstieg.

Urosr/Shutterstock

Eisenbahnfriedhof Uyuni, Bolivien

Allerdings dauerte der Boom nicht lange an. Anfang des 20. Jahrhunderts hatte der Bahnhof und das Schienennetz fortlaufend mit technischen Schwierigkeiten zu kämpfen und Nachbarländer protestierten gegen einen Schienenausbau. Das läutete den Niedergang der Trasse ein.

hollykathryn/Flickr/CC BY-ND 2.0

Eisenbahnfriedhof Uyuni, Bolivien

Als Boliviens Bergbauindustrie in den 1940er-Jahren vollständig zusammenbrach, bedeutete das auch das Aus für den Bahnhof von Uyuni. Für die vielen Züge gab es plötzlich keine Verwendung mehr. Sie wurden an Ort und Stelle zurückgelassen, wo ihre Wracks bis heute vor sich hin rosten. 

True British Metal/Flickr/CC BY-ND 2.0

Eisenbahnfriedhof, Krakau, Polen

Das Zugdepot Bieżanów im polnischen Krakau beherbergt Hunderte von Zügen aus der Sowjetzeit und ist damit einer der größten Eisenbahnfriedhöfe der Welt. Die meisten Züge sind Elektrolokomotiven vom Typ EU07, die zwischen den 1960er- und Ende der 1980er-Jahre eingesetzt wurden.

True British Metal/Flickr/CC BY-ND 2.0

Eisenbahnfriedhof, Krakau, Polen

Die elektrischen Triebfahrzeuge basieren auf dem britischen Modell Class 83 und rollen noch heute in vielen osteuropäischen Ländern über die Gleise. Viele der alten Züge befinden sich noch in einem überraschend guten Zustand.

True British Metal/Flickr/CC BY-ND 2.0

Eisenbahnfriedhof, Krakau, Polen

Neben den elektrischen EU07-Zügen sind auf dem Eisenbahnfriedhof von Krakau auch noch ältere Lokomotiven abgestellt. Zum Teil finden sich auch recht moderne Loks unter den ausrangierten Fahrzeugen.

True British Metal/Flickr/CC BY-ND 2.0

Eisenbahnfriedhof, Krakau, Polen

Im Gegensatz zu vielen anderen Schrottplätzen sind die Züge, die auf dem weitläufigen Eisenbahnfriedhof von Krakau schmachten, weitgehend graffitifrei. Vandalismus scheint hier weniger ein Problem zu sein.

True British Metal/Flickr/CC BY-ND 2.0

Eisenbahnfriedhof, Krakau, Polen

Weite Abschnitte des Eisenbahnfriedhofs scheinen vollkommen sich selbst überlassen zu sein. Gras und Unkraut wuchern um die ausrangierten Züge.

Frank De Luyck/Alamy Stock Photo

Autofriedhof Châtillon, Belgien

Mitten in einem ruhigen Wald in der Nähe des kleinen Dorfes Châtillon in Südbelgien fanden einst über 500 Oldtimer ihre letzte Ruhestätte. Die Geschichte hinter dem unheimlichen Ort und seinen verrosteten und doch seltsam schönen Fahrzeugen ist faszinierend.

Syawqi Akbarr/Shutterstock

Autofriedhof Châtillon, Belgien

Sie beginnt im Zweiten Weltkrieg, als mehr als 600.000 amerikanische Soldaten in Belgien im Einsatz waren. Viele dieser Autowracks gehörten einst den damals im Land stationierten Truppen.

Syawqi Akbarr/Shutterstock

Autofriedhof Châtillon, Belgien

Als die Kämpfe zu Ende gingen, kehrten die Soldaten in die Vereinigten Staaten zurück –  allerdings ohne ihre schicken Schlitten. Da die Kosten für den Rücktransport für das Militär damals zu hoch waren, ließen ranghohe Offiziere die Autos kurzerhand auf einen Hügel fahren, wo sie vor der Welt versteckt wurden.

Nach der Rückkehr auf amerikanischen Boden hätten die Soldaten selbst für die Transportkosten ihrer Autos aufkommen müssen –  was aber niemand tat.

Syawqi Akbarr/Shutterstock

Autofriedhof Châtillon, Belgien

Mitte der 1950er-Jahre sollen kanadische Truppen, die auf nahe gelegenen Stützpunkten stationiert waren, weitere Fahrzeuge im Wald geparkt haben. Insgesamt wurden so viele Autos zurückgelassen, dass die Stadt Châtillon einst vier Autofriedhöfe hatte.

Im Laufe der Jahrzehnte wurden ein Pontiac Chieftain aus dem Jahr 1953, ein Renault Dauphine, ein Studebaker Champion und ein Ford Thunderbird im Schlamm und Gebüsch versteckt gefunden.

Syawqi Akbarr/Shutterstock

Autofriedhof Châtillon, Belgien

Châtillon wurde über die Jahre zum beliebten Treffpunkt für Abenteurer, Oldtimerfans und Sammler. Sie kamen in Scharen, um Ersatzteile der Autos als Souvenir mitzunehmen und Fotos zu machen.

Heute gibt es den besonderen Autofriedhof nur noch auf Fotos und in Erinnerungen. 2010 wurde der gesamte Platz nach einer gerichtlichen Anordnung aus Umweltgründen geräumt.

Dave Edens/Flickr/CC BY-ND 2.0

Old Car City, Georgia, USA

Die Old Car City im US-Bundestaat Georgia zählt zu den größten Oldtimer-Schrottplätzen der Welt. Auf dem bewaldeten Gelände rosten mehr als 4.000 Fahrzeuge vor sich hin, von denen zum Teil nur noch ein Gerippe übrig ist. 

Dave Edens/Flickr/CC BY-ND 2.0

Old Car City, Georgia, USA

Der knapp 13 Hektar große Schrottplatz wurde 1931 von den Eltern des heutigen Eigentümers Walter Dean Lewis eröffnet. Über die Jahrzehnte haben Tausende Fahrzeuge hier ihre letzte Ruhestätte gefunden. 

Brent Moore/Flickr/CC BY-ND 2.0

Old Car City, Georgia, USA

Bis 2009 verdiente die Old Car City ihr Geld mit dem Verkauf von Oldtimer-Ersatzteilen. Doch dann erkannte Lewis das Potenzial des Schrottplatzes als Touristenattraktion und verwandelte das Gelände in ein Freilichtmuseum.

Dave Edens/Flickr/CC BY-ND 2.0

Old Car City, Georgia, USA

Für 30 Dollar (rund 28 Euro) Eintritt bekommen Besucher die verrosteten Oldtimer zu sehen. Wer allerdings Fotos von den Autowracks machen möchte, muss dafür noch extra bezahlen.

George C Slade/Flickr/CC BY-ND 2.0

Old Car City, Georgia, USA

Die faszinierenden Rostautos ziehen trotzdem zahlreiche Hobby- und Profi-Fotografen an. Bei den Motiven kein Wunder: Einige Wracks stehen hier schon so lang, dass sie nicht nur überwuchert sind, sondern Bäume tatsächlich durch das Gefährt hindurch wachsen.

DVAP

Desert Valley Auto Parts, Arizona, USA

Die Old Car City in Georgia verkauft zwar keine Ersatzteile mehr, genau damit aber macht dieser riesige Schrottplatz im US-Bundestaat Arizona sein Geschäft. Bei den Desert Valley Auto Parts in der Nähe von Phoenix lagern auf über 16 Hektar die Wracks von Tausenden Oldtimern. Das 1993 eröffnete Gelände ist damit womöglich der größte Oldtimer-Schrottplatz der Welt.

Devon Christopher Adams/Flickr/CC BY-ND 2.0

Desert Valley Auto Parts, Arizona, USA

Im Desert Valley stapeln sich Autowracks, die zum Teil noch aus den 1940er-Jahren stammen. Für Oldtimer-Fans auf der Suche nach Ersatzteilen, die häufig nur schwer zu finden sind, ist die Anlage die Anlaufstelle in Amerika. 

Devon Christopher Adams/Flickr/CC BY-ND 2.0

Desert Valley Auto Parts, Arizona, USA

Bei den Desert Valley Auto Parts lagern so viele alte Autos, dass Hunderte von Fahrzeugen seit Jahren darauf warten, begutachtet zu werden. Jedes Teil des Schrottplatzes zu erfassen, hat sich für die Mitarbeiter als ziemlich unmögliche Aufgabe herausgestellt.

Devon Christopher Adams/Flickr/CC BY-ND 2.0

Desert Valley Auto Parts, Arizona, USA

Die gefragtesten Oldtimer-Ersatzteile sind jedoch auch auf der Website des Schrottplatzes zu finden. Über diese können bestimmte Bauteile angefragt werden.

DVAP/Discovery Channel

Desert Valley Auto Parts, Arizona, USA

Der Schrottplatz ist eine eigene Institution in den USA, über die der „Discovery Channel“ 2011 eine eigene Reality-Show machte. Die Sendung „Desert Car Kings“ zeigt die Mitarbeiter des Schrottplatzes bei ihrer täglichen Arbeit zwischen den Oldtimer-Wracks.

Sam Pabthaky/AFP/Getty

Abwrackwerften bei Alang, Gujarat, Indien

Und wo landen riesige Ozeandampfer, wenn sie ausgedient haben? Viele der größten Kreuzfahrtreedereien der Welt, darunter Carnival mit den Linien Costa und AIDA sowie Royal Caribbean und Marella, schicken ihre Luxusliner nach Indien, wo sie in Alang abgewrackt werden. 

Emmanuel Dunand/AFP/Getty Images

Abwrackwerften bei Alang, Gujarat, Indien

Die Abwrackwerften im Golf von Khambat sind die größten der Welt. Hier im indischen Alang wird mehr als die Hälfte aller weltweit stillgelegter Kreuzfahrtschiffe verschrottet. Die Schiffe, die technisch noch einwandfrei sind, fahren selbst zum Schiffsfriedhof. Die nicht mehr seetauglichen Schiffe werden zu den Abwrackwerften geschleppt. 

Emmanuel Dunand/AFP/Getty Images

Abwrackwerften bei Alang, Gujarat, Indien

Sobald sie ihren letzten Anlaufhafen erreicht haben, werden die Schiffe am Strand auf Grund gesetzt. Die Mitarbeiter der Abwrackwerft pumpen mit Tankern zunächst den Treibstoff ab. Danach beginnen sie, die Schiffe an Bord zu demontieren. Dabei werden unter anderem alle Elektrogeräte, Einrichtungsgegenstände und Möbel entnommen.

Adam Cohn/Flickr/CC BY-ND 2.0

Abwrackwerften bei Alang, Gujarat, Indien

Die Schwerstarbeit kommt zum Schluss. Die Arbeiter zerlegen das Kreuzfahrtschiff nach und nach in seine Einzelteile, bis nur noch ein Skelett übrig ist. In der Regel können mehr als 95 Prozent eines verschrotteten Schiffes weiterverwertet werden. Nur sehr wenige Teile des Schiffes landen also tatsächlich auf der Müllkippe.

Adam Cohn/Flickr/CC BY-ND 2.0

Abwrackwerften bei Alang, Gujarat, Indien

Das Verschrotten ist jedoch nicht ganz umweltfreundlich. Obwohl die Vorschriften in den vergangenen Jahren verschärft wurden, ist der Strand von Alang stark mit Giftstoffen belastet, einschließlich Asbest, PCB und Benzin, das aus den Schiffen ausgelaufen ist. 

Dave R/Flickr/CC BY-ND 2.0

Abwrackwerften bei Aliağa, Izmir, Türkei

Die zweitgrößte Werft zur Verschrottung von Kreuzfahrtschiffen befindet sich im türkischen Hafen Aliağa in der Provinz Izmir. Auf dem Schiffsfriedhof war für zahlreiche bekannte Schiffe Endstation. Zu diesen zählen auch die „Fantasy“ und die „Inspiration“ (im Bild) von Carnival.

Chris McGrath/Getty Images

Abwrackwerften bei Aliağa, Izmir, Türkei

Die durch Corona bedingte weltweite Kreuzfahrtpause beschleunigte die Stilllegung und Verschrottung vieler älterer und teuer zu betreibender Schiffe. Die Abwrackwerften bei Aliağa hatten nach eigenen Angaben während der Krise 30 Prozent mehr zu tun als vor der Pandemie. Einst beliebte Schiffe warteten aufgereiht aneinander auf ihre Verschrottung.

Chris McGrath/Getty Images

Abwrackwerften bei Aliağa, Izmir, Türkei

Als eine der ersten Reedereien gab Carnival im Juli 2020 bekannt, vier Schiffe der „Fantasy“-Klasse aus dem Verkehr zu ziehen. Während einige als schwimmende Hotels verkauft wurden, wurden andere, darunter auch die „Carnival Imagination“ (rechts) nach Aliağa überführt. Hier ist der Ozeankreuzer neben dem offenen Rumpf ihres 1990 gebauten Schwesterschiffs „Carnival Fantasy“ zu sehen.

AA/ABACA/PA

Abwrackwerften bei Aliağa, Izmir, Türkei

Das Abwracken von Schiffen kann sehr umweltschädlich sein, doch es gibt auch positive Entwicklungen. Dazu gehören die Verbesserung der Arbeitsbedingungen, das Abwracken von Schiffen abseits vom Strand und die Isolierung von Schiffsteilen, die eine Gefahr für die Umwelt darstellen könnten.

Mike Burton/Flickr/CC BY-ND 2.0

Abwrackwerften bei Aliağa, Izmir, Türkei

In den Abwrackwerften von Aliağa wurde auch das erste Mega-Kreuzfahrtschiff der Welt verschrottet, die „Sovereign of the Seas“, die einmal für die Reederei Royal Caribbean über die Ozeane schipperte. Der letzte Eigner, das spanische Unternehmen Pullmantur Cruises, meldete im Juni 2020 Insolvenz wegen Corona an.

ND44/Wikimedia/CC BY-SA 4.0

Abwrackwerften bei Aliağa, Izmir, Türkei

Pullmantur Cruises musste außerdem zwei weitere große Schiffe außer Dienst stellen, die MV „Horizon“ und die MS „Monarch“. Auch in Aliağa wird bei der Verschrottung der Schiffe so viel wie möglich recycelt, etwa die vielen Stahl- und Metallteile.

Fatih Takmakli/Wikimedia/CC BY-SA 4.0

Abwrackwerften bei Aliağa, Izmir, Türkei

Die Metallteile werden so wie sie sind weiterverwertet oder aber eingeschmolzen und in eine neue Form gegossen. Die Abwrackwerften im türkischen Aliağa und im indischen Alang sind nicht die einzigen auf der Welt. Viele ausrangierte Kreuzfahrtschiffe werden zum Beispiel auch nach Bangladesch, China und Pakistan gebracht.

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