Gallery
Trump droht Ärger wegen neuester Geschäftsidee
So reich ist Donald Trump wirklich
By loveMONEY-Team · December 24, 2022
Verursacht Donald Trumps neuestes Produkt rechtliche Probleme?
Donald Trump verkauft sich gerne als Marke. Nun hat der selbsternannte Dealmaker und ehemalige US-Präsident ein neues Produkt auf den Markt gebracht, das allerdings nicht ganz unumstritten ist. Könnte das Multimillionen-Dollar-Projekt sogar zu einem Rechtsstreit führen? Was es mit Trumps neuester Geschäftsidee und den damit verbundenen Problemen auf sich hat, lesen Sie hier.
Eine „große Ankündigung“
Es sei eine „große Ankündigung“, mit diesen Worten präsentierte Trump seine neueste Geschäftsidee auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social Mitte Dezember. Was er damit meinte, war eine Kollektion von digitalen Sammelkarten, die Fotomontagen von Trump selbst als Superhelden, Cowboy oder auf einem blau-roten Elefanten reitend zeigen. Die 45.000 NFTs seien „unglaubliche, handgezeichnete Kunst“, inspiriert von Trumps „außergewöhnlichem Leben und seiner Karriere“, wie es hieß.
Dinner mit Donald
In einem Werbevideo für die Kollektion, in dem er behauptete, „besser als Lincoln“ und „besser als Washington“ zu sein, kündgte Trump den Preis der Sammelkarten mit 99 Dollar (etwa 93 Euro) – oder den Gegenwert in Kryptowährung – pro Stück an. Neben der Karte nehmen die Käufer automatisch an einem Gewinnspiel teil, bei dem sie „tolle Preise wie ein Abendessen mit [Trump]“ gewinnen können.
Der ehemalige US-Präsident fügte hinzu: „Ich weiß nicht, ob das ein toller Preis ist, aber es ist das, was wir haben.“
Trump-Karten sofort ausverkauft
Laut Trump eignen sich die Karten perfekt als Weihnachtsgeschenk. Wenn Sie noch keine gekauft haben, haben Sie Ihre Chance allerdings verpasst: Die gesamte Kollektion aus 45.000 Karten war laut der amerikanischen Medienwebseite „CNET“ innerhalb von zwölf Stunden ausverkauft. Für Trump bedeutet das Einnahmen von umgerechnet rund 4,2 Millionen Euro. Und der Wert der Karten steigt weiter an …
Sprunghafter Wertanstieg
Aus Daten des NFT-Marktplatzes OpenSea.com geht hervor, dass die Sammelkarten kurz nach dem Ausverkauf bereits einen Stückwert von 0,299 in der Kryptowährung Ethereum (ETH) hatten. Dies entspricht etwa 332 Euro, was bedeutet, dass sich der Wert der Sammelkarten innerhalb kürzester Zeit mehr als verdreifacht hat. Aber was Trump mit dem Geld zu tun gedenkt – und wie groß sein Gehaltsscheck sein wird – bleibt ein Geheimnis.
Was passiert mit dem Geld?
Als Trumps Ehefrau Melania im Dezember 2021 ihre eigene NFT-Kollektion auf den Markt gebracht hatte, hatte sie angekündigt, dass ein Teil des Erlöses an sozial benachteiligte Kinder gespendet werden würde. Über die Sammelkarten-Kollektion ihres Mannes wurde allerdings nichts dergleichen bekannt gegeben.
Die NFTs wurden von einer Firma namens NFT INT hergestellt, die verneint hat, dass mit den Einnahmen aus dem Verkauf der Karten Trumps bevorstehende Präsidentschaftskampagne 2024 finanziert werde. Wie viele andere Produkte, die sonst unter der Marke Trump hergestellt werden, stammen auch diese NFTs nicht von Trump selbst; er hat lediglich seinen Namen und sein Konterfei lizenziert. Das bedeutet jedoch, dass er persönlich von dem Projekt profitiert und den Anteil, den er an den NFTs verdient, frei verwenden kann – einschließlich seiner Kandidatur für das Jahr 2024.
Bilder gestohlen?
Die Karten könnten sich für Trump jedoch als kostspieliger erweisen als erwartet. In den sozialen Medien kursieren Anschuldigungen, dass Trumps angeblich „handgezeichnete Kunst“ eine verblüffende Ähnlichkeit mit Bildern aus dem Internet habe, darunter Archiv- und Produktfotos von Webseiten wie Amazon und Walmart. NFT INT hat Berichten zufolge nicht bestätigt, ob es für die Lizenzierung der Fotomontagen bezahlt hat. Die Kryptowährungs-Website CryptoVinco twitterte: „Donald Trump droht wegen gestohlener Archivfotos in NFTs mögliche Klage.“
Sollte sich tatsächlich herausstellen, dass das Copyright bei den Trump-Fotomontagen nicht eingehalten wurde, könnte dies rechtliche Konsequenzen für Trump und sein Team haben. Bislang ist dies allerdings noch unklar.
Trumps Finanzen sind immer wieder ein heikles Thema. Grund genug, die Details einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Wie hat Trump sein Geld vor, während und nach seiner US-Präsidentschaft verdient? Das lesen Sie jetzt…
Gewerbliche Immobilien
Der frühere US-Präsident profitiert noch immer von seinem zahlreichen weltweiten Immobilienbesitz, darunter 11.600 Quadratmeter Gewerbeimmobilien in der Nähe der Fifth Avenue in Manhattan. Sein Gewerbeimmobilien-Portfolio hat Donald Trump während seiner Präsidentschaft imposante 777 Millionen Euro eingebracht und während der Corona-Pandemie halfen seine Gewerbeimmobilieninvestitionen, seine Finanzen stabil zu halten.
Es spielte Trump in die Karten, dass sich die gewerblichen Mieter an lange Mietverträge gebunden hatten. In zwei Bürogebäuden, eines in der 555 California Street (an dem Trump einen Anteil von 30 % innehat) und eines in der 1290 Avenue of the Americas in New York City, stiegen die Mieten im Jahr 2020 tatsächlich sogar an – eine erstaunliche Leistung in Anbetracht der Tatsache, dass die meisten Unternehmen auf Heimarbeitsmodelle umstellten und viele Büros leer standen.
Gewerbliche Immobilien
Trump macht sich jedoch möglicherweise Sorgen im Hinblick auf die Zinsen seiner gewerblichen Immobilien. Diese Vermögenswerte machen drei Viertel seines Vermögens aus, beinhalten aber schätzungsweise eine knappe Milliarde Euro an Schulden. Laut dem Wirtschaftsmagazin „Forbes“ werden in den nächsten Jahren rund 735 Millionen Euro an Zinsen fällig.
Dieses Bild aus dem Jahr 1980 zeigt Trump mit einem Modell des wohl bekanntesten Bauwerks seiner Organisation, dem Trump Tower in New York. Das Gebäude besteht aus Wohnungen und Geschäftsräumen, doch in den Etagen 66 bis 68 befindet sich Trumps persönliche dreistöckige Penthouse-Wohnung. Allein diese Immobilie ist schätzungsweise rund 64 Millionen Euro wert.
Wohnimmobilien
Trump verfügt darüber hinaus über ein ausgedehntes Wohnimmobilienportfolio mit mehr als 500 Einheiten, verteilt über ganz Nordamerika. Dies hatte Anfang 2020 noch einen geschätzten Wert von 234 Millionen Euro, fiel aber im Zuge von Covid-19 auf 147 Millionen Euro. Neuere Zahlen der Finanzmedien-Webseite „Investopedia“ deuten darauf hin, dass seine weltweiten Wohnimmobilien nun 339 Millionen Euro wert sind.
Trump vermietet außerdem seine Wohnsitze, wenn er sie nicht selbst bewohnt. Dies stellt eine nicht zu verachtende Einnahmequelle dar. Im Jahr 2017 vermietete der ehemalige Präsident sein Anwesen Château des Palmiers auf der Karibikinsel St. Martin für den schwindelerregenden Preis von bis zu 20.000 Euro pro Nacht.
Hotels
Aufgrund des eingeschränkten Reiseverkehrs während der Corona-Pandemie hatten Trumps Hotels zu kämpfen. Sein Hotel in Washington D.C. (im Bild) bereitete ihm jedoch schon vor der Pandemie Probleme. Zwischen 2017 und 2019 lagen die Einnahmen bei etwa 51 Millionen Euro pro Jahr. Dieser Gewinn reichte nicht aus, um die Zinsen für das 169-Millionen-Euro-Darlehen der Deutschen Bank für das Hotel zu decken. Als die Einschränkungen durch die Pandemie voll einschlugen, sackten die Einnahmen des Hotels auf unter 19 Millionen Euro ab. Trump hat es mittlerweile für 374 Millionen Euro an den Investmentfonds „CGI Merchant Group“ verkauft, der Berichten zufolge plant, Trumps Namen daraus zu entfernen.
Golfplätze, Clubs und Ressorts
Im Jahr 1999 erwarb Donald Trump seinen ersten Golfplatz, den Trump International Golf Club in West Palm Beach, Florida. Seither hat sich Trump-Golf auf 16 Standorte in den USA, Schottland, Irland und Dubai vergrößert, wobei schon bald noch zwei Standorte in Indonesien und ein weiterer in Dubai dazukommen sollen. Während seiner Amtszeit fuhr der damalige Präsident laut dem Wirtschaftsmagazin „Forbes“ die stolze Summe von 942 Millionen Euro an Einnahmen aus seinen Golfplätzen und Clubs ein.
Während der Pandemie jedoch entwickelten sich die Einnahmen von Trumps Golfclubs wie der Rest seiner Immobilien-Einnahmen in die gleiche Richtung – nach unten. Durch Lockdowns fielen die Einnahmen im Jahr 2020 um 27 % auf geschätzte 189 Millionen Euro. Berichten zufolge haben sich für sein Golf-Business Zinsen im Wert von 17 Millionen Euro und für die Resorts und Hotels im Wert von 329 Millionen Euro angehäuft. Von CNN veröffentlichte Zahlen lassen erkennen, dass seine Golfclubs und -resorts jetzt wieder an Wert gewonnen haben, die Rede war von 650 Millionen Euro.
Die Marke Trump
Während Donald Trumps Nachname vor seiner Präsidentschaft ein Synonym für Grundbesitz und Golf gewesen sein mag, begann die Trump-Organisation bereits in den 1980er-Jahren damit, seinen Namen an andere Unternehmen zu lizensieren. Dies machte ihn bereits vor seiner politischen Karriere zu einer weltweit bekannten Marke.
Die Marke Trump
Eine Reihe von Produkten und Unternehmen kamen unter dem Namen Trump zusammen, unter ihnen die im Jahr 1999 gegründete Agentur „Trump-Models“. Die Firma brachte ein jährliches Einkommen von knapp 2 Millionen Euro ein und hatte Paris Hilton und Trumps Ehefrau Melania unter Vertrag. 2017 wurde die Modelagentur aufgelöst. Ein Gütesiegel mit dem Namen Trump darauf war keine automatische Erfolgsgeschichte. Viele Ideen floppten, darunter die Trump- Zeitschrift, Trump-Wodka und Trump-Steaks. Über den Wert der Marke Trump wurde im Laufe der Jahre heftig debattiert.
Nach dem Sturm von Trumps Anhängern auf das US-Kapitol Anfang 2021 stimmte das Trump Plaza in Florida dafür, Trumps Namen entfernen zu lassen. Und die Stadt New York versucht, Trumps Verträge für Eislaufbahnen, ein Karussell und einen Golfplatz zu kündigen. Trump behauptete im Jahr 2011, sein Name sei knapp drei Milliarden Euro wert, während „Forbes“ mit der bescheideneren Summe von 200 Millionen Euro eine wohl adäquatere Schätzung abgab. Jüngste Zahlen des Wirtschaftsmagzins sprechen sogar von einem Wert von nur knapp 60 Millionen Euro.
Spendenaktionen
Trumps Einnahmen stammen nicht allein aus der Business-Welt. Er bessert sein politisches Bankguthaben außerdem durch Spendenaktionen auf. Im Mai 2022 geriet Trump in die Schlagzeilen, als bekannt wurde, dass er in Churchill Downs, dem Austragungsort des Pferderennens Kentucky Derby, Spendentickets für etwa 75.000 Euro pro Person verkauft hatte. Die Veranstaltung fand zu Gunsten seiner „Make America Great Again, Again!“-Aktion statt, einer Pro-Trump-Gruppe, die im Verdacht steht, Geld für eine mögliche Präsidentschaftskandidatur im Jahr 2024 zu sammeln.
Die britische Zeitung „The Independent“ stichelte, Trump habe „das Geld, das er gesammelt hat, nur langsam ausgegeben“, da er eine Kampagne für das Weiße Haus im Jahr 2024 angedeutet, aber nicht offiziell bestätigt hat. Nichtsdestotrotz waren die Besucher in Kentucky – der Staat hatte bei den Wahlen 2020 mit überwältigender Mehrheit für Trump gestimmt – Berichten zufolge begeistert, ihn beim Derby zu sehen und riefen „USA“, als er untenstehenden Zuschauern Geld zuwarf.
Die Trump-Karte
Die neueste Gelddruckmaschine ist die so genannte Trump-Karte. Trump-Anhänger können sie für etwa 45 Euro erwerben und sich mit dem Titel „DIE WICHTIGSTEN Unterstützer“ rühmen.
Aufmerksame Beobachter stellten allerdings Ähnlichkeiten zwischen dem auf der Karte abgedruckten Adler mit dem Reichsadler fest.
Social-Media-Plattform Truth Social
Am 21. Februar, dem so genannten „Presidents Day“ in den USA, launchte Trump sein eigenes Social-Media-Netzwerk Truth Social. Das erste Projekt der Trump Media and Technology Group (TMTG) wurde ins Leben gerufen, um „der Big-Tech-Tyrannei die Stirn zu bieten“. Nach den Unruhen im Kapitol hatten Twitter, Facebook und YouTube Trumps Konten gesperrt.
Noch Wochen nach dem Start der App berichteten frustrierte Nutzer, dass es zwar möglich war, diese herunterzuladen und ein Konto zu kreieren, aber niemand auf das Netzwerk selbst zugreifen konnte. Der „echte“ Start verzögerte sich bis März, seine erste „Wahrheit“ postete Trump schließlich im April.
Social-Media-Plattform Truth Social
Trotz der Verwirrung über den holprigen Start hat sich Truth Social als ziemlicher Goldesel für Trump erwiesen, der öffentlich angekündigt hat, nach Elon Musks Übernahme nicht zu Twitter zurückkehren zu wollen. Nach Recherchen des Fernsehsenders „Russia Today“ wurden die Aktien von Digital World Acquisition Corp (DWAC) – dem Fusionsunternehmen, das das Netzwerk in Zusammenarbeit mit TMTG (Trump Media & Technology Group) ins Leben gerufen hat – am 24. Januar mit 72,82 Euro gehandelt. Damit lag der Kurs nicht nur weit über dem Preis des Börsengangs von 9,96 Euro, sondern DWAC war auch das Unternehmen mit der besten Performance in der Geschichte von Special Purpose Acquisition Companies (SPAC). Truth Social war am 21. Februar die beliebteste kostenlose App im App Store, obwohl die Nutzer das Netzwerk zunächst nicht nutzen konnten.
Social-Media-Plattform Truth Social
Der holprige Start war jedoch nicht das einzige Problem, dem sich Truth Social stellen musste. Im Juni wurde DWAC von den US-Behörden SEC und FIBA ins Visier genommen, die Bedenken hinsichtlich der Art der Fusionierung mit TMTG äußerten. Es wurden Vorladungen an die Vorstände von TMTG verschickt – zu dem Zeitpunkt waren das sowohl Trump als auch sein Sohn Donald Jr. Beide traten nur wenige Wochen vor dem Erhalt der Vorladungen aus dem Vorstand zurück.
Um dem Ärger mit den sozialen Medien noch eines oben drauf zu setzen, hat Google Play das Herunterladen der App gesperrt. Gleichzeitig kehrten Investoren DWAC aufgrund der rechtlichen Probleme schnell den Rücken.
Der Kampf gegen die Insolvenz
Nicht alle von Donald Trumps größeren Geschäftsvorhaben sind gut gelaufen, Teile seines Imperiums mussten zwischen 1991 und 2009 sechs Mal Insolvenz beantragen. Zu den sanierungsbedürftigen Unternehmen des Milliardärs gehören seine beiden Casinos in Atlantic City sowie das Trump Plaza Hotel in New York. Trump behauptet, dass er selbst von einigen seiner weniger erfolgreichen Projekte immens profitiert hat. In einem aus dem Jahr 2016 stammenden Interview mit der Zeitung „New York Times“ sagte er: „Das Geld, das ich mit Atlantic City gemacht habe, war unglaublich.“
TV- und Filmauftritte
Nachdem er sich einen Namen als Geschäftsmann gemacht hatte, wurde Trump zum Produzenten und Star der Fernseh-Show „The Apprentice“, die erstmals im Jahr 2004 ausgestrahlt wurde. Sehr gute Einschaltquoten verhalfen Trump nicht nur zu größerer Bekanntheit, sondern brachten auch gutes Geld ein. Berichten zufolge verdiente er in den 14 Staffeln der Sendung insgesamt rund 426 Millionen Euro durch Sponsoring, Werbeeinnahmen und Lizenzvergaben. Als Merchandise-Artikel und Parodien auftauchten, bei denen Trumps berühmt-berüchtigter Satz „You're fired!“ (Sie sind gefeuert) verwendet wurde, versuchte er, Lizenzgebühren dafür zu erheben und den Ausdruck markenrechtlich schützen zu lassen. Erfolg hatte er damit allerdings nicht.
TV- und Filmauftritte
„The Apprentice“ war nicht Trumps erster Auftritt vor einer Kamera. Bereits 1992 war er kurz in „Kevin allein in New York“ auf der Kinoleinwand erschienen, wo er den Hauptdarsteller Kevin im Plaza Hotel trifft. Das Hotel gehörte Trump damals, und obwohl für die Dreharbeiten in der Lobby bereits eine nicht genannte Summe vereinbart worden war, gab es noch eine weitere Forderung.
Laut des Magazins „Insider“ soll der Milliardär damals gesagt haben: „Ihr könnt das Plaza nur nutzen, wenn ich im Film bin.“ Trump profitierte also nicht nur finanziell von dem Film, sondern erhielt außerdem noch eine Statistenrolle. Seit seiner Präsidentschaft hat er jedoch eine Einnahmequelle aus dem Unterhaltungssektor verloren. Es handelt sich dabei um seine Bezüge von der „Screen Actors Guild“ (SAG), die Trump nach dem Aufstand im Kapitol kündigte, bevor SAG seine Mitgliedschaft annulierte. 2020 hatte die SAG Trump eine Summe von 79.000 Euro ausgezahlt.
Seine Bücher waren Bestseller …
19 Bücher hat Trump im Laufe seiner Karriere geschrieben, von einem Handbuch mit Golftipps über Ratgeber zum Vermögensaufbau bis hin zu einem Kriminalroman über den Trump Tower. Eines seiner populärsten Werke ist das 1987 verfasste „The Art of The Deal“. Die Verkaufszahlen des Buches schnellten bei Trumps Kandidatur um das US-Präsidentenamt nach oben. Dies änderte sich jedoch schlagartig, als Trump im Amt war.
Laut dem amerikanischen Medienunternehmen „Bloomberg“ sind die Einnahmen aus Trumps Büchern von mehr als 887.000 Euro im Jahr 2015 auf etwa 118.000 Euro im Jahr 2020 gesunken. Allerdings werden die erfolgreichsten Bücher von Präsidenten meistens erst nach deren Ausscheiden aus dem Weißen Haus veröffentlicht. Barack Obama erhielt Berichten zufolge 64 Millionen Euro, um seine Memoiren zu schreiben. Trump hat kürzlich selbst Millionen von Euro eingenommen ...
... und sein neues Buch ist ein Verkaufshit
Ende 2021 unterzeichnete Trump einen millionenschweren Buchvertrag mit „Winning Team Publishing“, einem von den Republikanern Sergio Gor und Donald Trump Jr. gegründetem Unternehmen. „Our Journey Together“ ist ein Bildband mit noch nie zuvor veröffentlichten Fotos aus Trumps Präsidentschaft, die jeweils mit einer von Trump selbst verfassten Bildunterschrift versehen sind. Die erste Auflage von 200.000 Exemplaren war innerhalb weniger Wochen vergriffen. Einige handsignierte Exemplare wurden online für bis zu 1.740 Euro verkauft. Seit dem Verkaufsstart hat das Buch um die 20 Millionen Euro eingebracht.
US-Präsidentschaft
Seit dem Jahr 2001 erhält jeder US-Präsident ein Jahresgehalt von 398.000 Euro zuzüglich Spesen. Von Trumps Präsidentschaft wird jedoch berichtet, dass sie lukrativer als andere gewesen sei. Während seiner Amtszeit jonglierte er sowohl seine präsidialen als auch geschäftlichen Interessen nebeneinanderher. Bis zum September 2020 hatte er insgesamt 88 politische Veranstaltungen in Trump-Immobilien abgehalten, dazu kamen 13 Veranstaltungen ausländischer Regierungen. Das konnte allerdings nicht verhindern, dass sein Vermögen während seiner Amtszeit laut „Forbes“ von 3,4 Milliarden Euro auf einen Tiefstand von 2,3 Milliarden Euro fiel.
US-Präsidentschaft
Es war nicht nur das Geld der Übernachtungsgäste, das in die Trump Organization floss, sondern auch die Gelder der hohen Sicherheitsmaßnahmen, die für jeden Aufenthalt von Trump oder anderen offiziellen Personen erforderlich waren. Dokumente zeigten, dass der Geheimdienst im Jahr 2017 in einem Zeitraum von fünf Monaten über 250.000 Euro für die Begleitung des Präsidenten für Aufenthalte in verschiedenen Trump-Standorten ausgab.
Darüber hinaus enthüllte die Zeitung „Washington Post“, dass der Geheimdienst 651 Euro pro Zimmer und Nacht für Aufenthalte in Trumps Mar-a-Lago-Resort in Florida zahlte, während etwa 17.000 Euro für die Miete eines Cottage im Trump National Golf Club Bedminster in New Jersey ausgegeben wurden. Schätzungen zufolge flossen zudem 2,3 Millionen Euro aus Trumps Präsidentschaftskampagne in seine privaten Geschäfte, einschließlich der 1,6 Millionen Euro, die für die Anmietung von Räumen im Trump Tower im Vorfeld der Wahl 2020 ausgegeben wurden.
Steuererleichterungen
Trumps Steuererklärungen stellten ein umstrittenes Finanzthema dar, als bekannt wurde, dass der damalige Präsident sowohl 2016 als auch 2017 nur 751 Euro an Körperschaftssteuer bezahlt hatte. Weitere Prüfungen von Dokumenten, die der Zeitung „New York Times“ vorlagen, ergaben, dass er in elf von 18 Jahren keinerlei Steuern bezahlt hatte.
Clevere Steuerverhandlungen waren das Herzstück einiger Geschäftsabschlüsse Trumps. Als er das hoch verschuldete Commodore Hotel kaufte, handelte der Immobilien-Magnat eine 40-jährige Steuererleichterung aus, durch die das Projekt vom Kauf in den 1970er-Jahren bis zum Jahr 2020 mehr als 360 Millionen Euro einsparte.
Steuererleichterung im Visier der Ermittler
Eine weitere Steuererleichterung ist Gegenstand von zwei separaten strafrechtlichen Ermittlungen in New York. Trump kaufte das 85 Hektar große Anwesen Seven Springs nördlich von Manhattan im Jahr 1995 und erklärte, dass die 4.600 Quadratmeter große Villa für die private Nutzung durch seine Familie bestimmt sei. Pläne, dort einen Golfplatz und ein Ressort zu bauen, wurden von den Anwohnern abgelehnt und ein späterer Vorschlag für den Bau von Luxuswohnungen scheiterte ebenfalls. 2015 unterzeichnete Trump eine Vereinbarung, die im Zuge einer Steuererleichterung keine weitere Erschließung des Grundstücks vorsah. Die Behörden stellen dann jedoch diese Vereinbarung für Trumps Anwesen in Frage, denn sie beinhaltete eine Steuererleichterung von etwa 21 Millionen Euro für sein Unternehmen.
Beide strafrechtlichen Ermittlungen befassen sich darüber hinaus mit Trumps Geschäftsgebaren vor seiner Präsidentschaft und untersuchen mögliche Steuer- und Versicherungsbetrügereien, die auf angeblich aufgeblasene Zahlenwerte seiner Immobilien und seines Nettovermögens sowie auf gefälschte Geschäftsunterlagen zurückzuführen sind. Die Trump Organization hat jegliches Fehlverhalten von sich gewiesen.
Üppige Präsidentenpension
Da Trump während seiner Präsidentschaft um zwei Amtsenthebungsverfahren herumgekommen ist, hat er auch nach seiner Präsidentschaft noch Anspruch auf alle ihm zustehenden Vorteile. Dazu gehören eine jährliche Rente von knapp 200.000 Euro, Reisekostenvergütungen, Personal und persönliche Sicherheit auf Lebenszeit.
Die Corona-Pandemie und die Unruhen im Kapitol am 6. Januar 2021 haben die Marke Trump sowie die Geschäfte des ehemaligen Präsidenten stark in Mitleidenschaft gezogen. Sie könnten sich entscheidend auf seine Beziehungen zu Kreditgebern auswirken, zumal in den nächsten Jahren Darlehen in Millionenhöhe fällig werden, für die Trump selbst zur Hälfte bürgt.
Wie hoch ist Trumps Nettovermögen jetzt?
Laut dem Wirtschaftsmagazin „Forbes“ beträgt Trumps Nettovermögen derzeit etwa drei Milliarden Euro. Im Vergleich zu den etwa 4,5 Milliarden Euro, die er im Jahr 2016 schwer gewesen sein soll, ist das ein deutlicher Rückgang. Allerdings konnte ein Anstieg von fast einer Milliarde Euro seit 2020 verzeichnet werden, als die Corona-Pandemie Trumps Immobilieninvestitionen auf ein Rekordtief fallen ließ.
Mar-a-Lago zahlt sich bis heute aus
Trump hat zwar Milliarden mit Immobilieninvestitionen verdient, gibt aber auch sehr viel Geld dafür aus. Der Immobilien-Magnat ist zwar aus dem bekanntesten Haus Amerikas ausgezogen, hat aber noch viele andere millionenschwere Residenzen als Wohnsitz zur Auswahl. Darunter das Mar-a-Lago in Palm Beach, Florida, das Trump im Jahr 1985 für angebliche 10 Millionen Euro erworben hat.
Der Wert des Anwesens mit 58 Zimmern ist nach jüngsten Schätzungen von „Forbes“ sprunghaft auf etwa 350 Millionen Euro angestiegen. In der Tat ist dies eines seiner Geschäfte, die durch Trumps Präsidentschaft nicht allzu sehr in Mitleidenschaft gezogen wurden: im Jahr 2020 wurden 23 Millionen Euro erwirtschaftet, im Jahr 2015 waren es noch 22,4 Millionen Euro. Doch das Anwesen, dessen Name auf Spanisch „vom Meer zum See“ bedeutet, geriet im September 2022 in die Schlagzeilen, als das FBI die Villa auf geheime Dokumente durchsuchte. Trump wird verdächtigt, diese illegal aus dem Weißen Haus entwendet zu haben.
Die laufenden Ermittlungen haben sich für Trump als profitabel erwiesen. Nach Angaben der Zeitung „Washington Post“ erhielt Trump am Tag nach der Razzia bis zu eine Million Euro, als sein Fundraising-Team E-Mails mit einer Bitte um Spenden an seine Unterstützer verschickte.
Mehr: Geheimdokumente in Trumps Mar-a-Lago wohl gefährlicher als gedacht
Trumps private Immobilien
Weitere Immobilien von Donald Trump sind unter anderem der Landsitz Seven Springs im Bundestaat New York und sein Haus auf der Karibikinsel St. Martin (im Bild), das Berichten zufolge einen Wert von um die 13 Millionen Euro hat.
Es wird außerdem vermutet, dass Trump auch zwei Häuser in Virginia mit einem Gesamtwert von etwa 1,5 Millionen Euro sowie zwei weitere Immobilien in Palm Beach zusätzlich zu Mar-a-Lago besitzt.
Gold, Gold, Gold
Trumps Interesse an Gold ist nicht nur rein ästhetischer Art – es heißt, dass er Gold im Wert von Tausenden von Dollar als Geldanlage besitzt. 2015 reichte er – damals noch republikanischer Präsidentschaftskandidat – bei der unabhängigen Bundesbehörde der Vereinigten Stataten, der „Federal Election Commission“, einen Finanzbericht ein, in dem ein Goldvermögen im Wert von 100.000 bis 200.000 Euro angegeben war. Außerdem nahm Trump im Jahr 2011 Goldbarren von einem Mieter seines Gebäudes an der Wall Street 40 als Mietkaution an. Es wurde ausführlich darüber berichtet.
Darlehen aus Korea
Während seiner Amtszeit als US-Präsident verschwieg Donald Trump allerdings, dass er einem Unternehmen im Ausland Millionen schuldete – und dieses eine Verbindung nach Nordkorea hatte. Bevor er Präsident der Vereinigten Staaten wurde, lieh sich Trumps Immobilienfirma, die Trump Organization, mindestens 19,8 Millionen Dollar von dem südkoreanischen Daewoo-Konzern, wie aus Finanzunterlagen hervorgeht, die nun von der New Yorker Staatsanwaltschaft beschlagnahmt wurden. Mit dem Darlehen wollte Trump angeblich ein Projekt in New York, in der Nähe der Vereinten Nationen, realisieren. Hintergrund sollen nicht konkret definierte Lizenzgebühren gewesen sein.
Als er 2016 in den Wahlkampf zog, legte Trump die Kreditschulden allerdings nicht offen, wie das „Forbes“-Magazin berichtet. Das Darlehen sei in den Finanzdokumenten, die er damals übergab, nicht ausgewiesen gewesen, so dass Einzelheiten erst jetzt im Rahmen einer laufenden Untersuchung der Steuerangelegenheiten von Trumps Firma ans Licht kamen. Die New Yorker Generalstaatsanwaltschaft erhielt die Dokumente Anfang Dezember 2022.
Darlehen aus Korea
Die Geschäftsbeziehungen zwischen Trump und Daewoo sollen Jahrzehnte zurückreichen. Zwischen 1997 und 2007 arbeiteten die Trump Organization und der südkoreanische Konzern Berichten zufolge gemeinsam an einer Reihe von Bauprojekten, darunter auch die erfolgreiche Errichtung des Trump World Tower in New York (im Bild).
Daewoo verwendete den Markennamen Trump demnach beim Bau von sechs Immobilien in Südkorea – und begann schließlich, Trump Kredite zu gewähren. Aus den nun beschlagnahmten Dokumenten geht hervor, dass der Konzern dem späteren US-Präsidenten ursprünglich offenbar 25 Millionen Dollar für Projekte in der Karibik, Brasilien, Kanada und mehreren Standorten in den USA geliehen hatte. Daraus folgt, dass Trump einen Teil seiner Schuld wohl beglichen hatte. Der Kredit soll mindestens seit 2011 bestanden haben.
Darlehen aus Korea
In den USA müssen Amtsträger auf Bundesebene, wie der Präsident, Darlehen an ihre Unternehmen nicht offenlegen, es sei denn, sie haften persönlich dafür. Ob das bei Trump und Daewoo der Fall war, ist unklar. Allerdings sorgt noch ein weiterer Umstand bei der Kreditvergabe für eine Kontroverse: Daewoo hat eine Verbindung ins totalitäre Nordkorea.
In den 1990er-Jahren war Daewoo einer der wenigen südkoreanischen Konzerne, die auch im kommunistischen Norden tätig sein durften. Während seiner Präsidentschaft war Trump wiederholt wegen seiner engen Beziehungen zum nordkoreanischen Diktator Kim Jong-un in die Kritik geraten. Als Trumps Wohnsitz Mar-a-Lago in Florida im Sommer 2022 wegen geheimer Dokumente aus dem Weißen Haus durchsucht wurde, fand das FBI offenbar auch Briefe von Kim an Trump.
Darlehen aus Korea
Bis zum Wahlkampfjahr 2016 soll Trump keinen Cent seiner Schulden an Daewoo zurückgezahlt haben. Im Juni 2017, fünf Monate nach seiner Amtseinführung, soll dann nur noch ein Restbetrag von 4,3 Millionen Dollar offen gewesen sein. Laut „Forbes“ wurde das Darlehen am 5. Juli 2017 vollständig beglichen.
Da unklar ist, ob Trump persönlich für das Darlehen haftete, ist auch nicht geklärt, ob Trump mit dem Verschweigen des Kredits im Wahlkampf gegen das Gesetz verstoßen hat. Es ist also unwahrscheinlich, dass er für sein Verhalten belangt werden kann. Hinzu kommt, dass die zuständige Behörde (OGE) nach eigenen Angaben keine Mittel zur Prüfung der Finanzen designierter US-Präsidenten hat.
Lesen Sie jetzt: In diesem Luxus leben die Trump-Kinder – und so unterstützen sie ihren Vater