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Diese Delikatessen wurden einem früher hinterhergeschmissen

Teure Lebensmittel, die früher wenig gekostet haben

By loveFOOD-Team · December 31, 2022

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Goskova Tatiana/Shutterstock

Damals war (fast) alles günstiger …

Hummer, Kaviar, Austern… Sie alle rufen unweigerlich Gedanken an teure Restaurants und besondere Anlässe hervor. Doch das war nicht immer so. Tatsächlich waren einige der heutigen Delikatessen einst so unbeliebt, dass sie verschenkt werden mussten! Das gleiche Phänomen gibt es allerdings auch umgekehrt: Chicken Wings etwa, die es heute zum Schnäppchenpreis im Eimer gibt, waren früher der teuerste Teil des Huhns. Sehen Sie hier, wie die Preise einiger Lebensmittel über die Jahre explodiert sind – und was heute viel billiger ist als früher. 

Alexander Raths/Shutterstock

Hummer

Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts waren Hummer alles andere als eine Festmahlzeit. Im Gegenteil, sie galten als hässlich und als Arme-Leute-Essen, das Gefangenen und Bediensteten überlassen wurde. Viele Diener rebellierten dagegen, ständig Hummer serviert zu bekommen, und ließen sich sogar vertraglich zusichern, dass sie ihn nicht mehr als dreimal pro Woche essen mussten. Erst als man lernte, den Hummer richtig zuzubereiten, wurde er zu einer teuren Delikatesse.  

Mikhail Kayl/Shutterstock

Schnecken

Archäologische Funde lassen darauf schließen, dass Schnecken in der prähistorischen Ära im gesamten Mittelmeerraum gegessen wurden. Später entwickelten sie sich zur Delikatesse unter den reichen Griechen und Römern. Doch erst die Franzosen, die sie mit aromatischer Butter servierten, machten die Weichtiere zur Luxus-Mahlzeit.

Luca Santili/Shutterstock

Seeteufel

Dieser etwas verrückt aussehende Fisch galt früher als so hässlich, dass Händlern verboten wurde, ihn mit dem Kopf zu verkaufen – aus Angst, er könne Kunden erschrecken. Wegen seines geringen kommerziellen Wertes wurde er sogar von einigen Märkten verbannt. Heutzutage hat sich der Seeteufel in der kulinarischen Welt den Ruf als „Hummer des armen Mannes“ erworben, was er nicht zuletzt seinem vorzüglichen Geschmack und seiner Konsistenz verdankt. 

Liliya Kandrashevich/Shutterstock

Polenta

Raffinierte Gerichte mit Polenta liegen aktuell bei vielen Starköchen im Trend. Es verwundet deshalb wenig, dass der Preis über die Jahre deutlich nach oben gegangen ist. Trotzdem ist Polenta in den meisten Geschäften immer noch relativ erschwinglich zu haben. Vor allem in Lateinamerika und Italien wird das Püree aus Maisgrieß gern verwendet, wenn es in der Küche schnell gehen muss.  

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Kalbsbries

Unwissende könnten Kalbsbries schon mal mit einer leicht gebackenen Teigrolle verwechseln. In Wahrheit handelt es sich allerdings um Innereien, die aus Fleischabfall von Kalb und Lamm hergestellt werden. Häufig findet man etwa die Thymusdrüse (Hals, Speiseröhre oder Nacken) oder die Bauchspeicheldrüse darin. Diese Teile des Tiers wurden traditionell von armen Leuten gegessen, bis kreative Köche sie entdeckten und sautierten, frittierten oder Pasteten hinzufügten. Seither findet man Kalbsbries vor allem in gehobenen Restaurants. 

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Quinoa

Quinoa galt früher als billiges Getreide, das vor allem in Peru gegessen wurde. Heute ist es eines der begehrtesten Lebensmittel der Welt und findet sich in allen möglichen Superfood-Salaten und anderen angesagten Gerichten wieder. Kein Wunder, dass in der Folge der Preis deutlich angestiegen ist.  

 

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Ochsenschwanz

Auch der Ochsenschwanz zählt zu jenen Zutaten, deren Nachfrage und Kosten über die Jahre in die Höhe geschnellt sind. Früher wurde er kaum verwendet, heute ist er die Hauptzutat in vielen karibischen und asiatischen Gerichten, die auch in Europa immer beliebter werden. 

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Erdnüsse und Erdnussbutter

Laut der Nachrichtenseite NPR sind die Preise für Erdnüsse in den letzten Jahren stetig gestiegen, weil viele Bauern in Amerika – wo Erdnussbutter viel gegessen wird – den Anbau zugunsten der Baumwolle aufgegeben haben. Denn diese brachte lange einen höheren Gewinn ein. Heute verhält sich die Lage umgekehrt, da Erdnüsse immer gefragter werden. Das ist vor allem deshalb erstaunlich, weil sie einst so billig waren, dass sie als Arme-Leute-Snack galten. Vielfach wurden Erdnüsse als Tierfutter verwendet.   

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Aal

Süßwasseraale waren in Japan einst in Hülle und Fülle vorhanden. Doch als trendbewusste Foodies sie entdeckten, wurden sie derart überfischt, dass sie auf der Liste der gefährdeten Fische des Landes landeten. Im Jahr 2013 berichtete das japanische Umweltministerium, dass der Bestand in nur drei Jahrzehnten um 90 Prozent geschrumpft sei. Der Preis für Zuchtaale (insbesondere geräucherte) ist heute aufgrund der großen Nachfrage höher denn je. 

Yulia von Eisenstein/Shutterstock

Portobello-Pilze

Ein ähnliches Schicksal erlebten die Portobello-Pilze, die bis in die 1980er-Jahre hinein als zu hässlich galten, um verkauft zu werden. Doch mit dem Siegeszug der Vollwertkost wurden die Riesenchampignons plötzlich zum Trend-Gemüse. Dies verdanken sie nicht zuletzt auch ihrem noblen italienischen Namen, der das Interesse zusätzlich ankurbelte.

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Weißer Lachs

Es gab eine Zeit, in der Fischhändler die Leute nicht überzeugen konnten, weißen Lachs zu probieren. Dementsprechend ging der kommerzielle Erfolg gegen null. Heute hingegen ist der Fisch bei Hobby- wie auch Profiköchen äußerst beliebt und auf den Speisekarten vieler Sternerestaurants und schicker Sushi-Bars zu finden – zu einem wesentlich höheren Preis als das rosa Pendant. 

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Knoblauch

Wegen seines starken Geruchs und überwältigenden Geschmacks war der Knoblauch in Deutschland und anderen mitteleuropäischen Ländern früher äußerst unbeliebt. Erst als die Deutschen ihre Liebe zur mediterranen und asiatischen Küche entdeckten, stieg die Beliebtheit – und der Preis. 

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Austern

Die Nordsee war im 19. Jahrhundert voller Austern. In der Folge waren die Meeresfrüchte in der Arbeiterklasse äußerst beliebt. Der Schriftsteller Charles Dickens erwähnte sie einst in seiner klassischen Sammlung „Die Pickwickier“. Genau wie Kaviar wurden auch die Austern in Bars verschenkt, um den Getränkeverkauf anzukurbeln. Doch als immer mehr Fabriken gebaut wurden und die Bevölkerungszahlen explodierten, überstieg die Nachfrage bald das Angebot. Heute zählen Austern zu den begehrtesten – und teuersten – Meeresfrüchten der Welt. 

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Sushi

Sushi wurde erstmals im 4. Jahrhundert in Südostasien als billiger und leicht zu transportierender Snack kreiert. Und bis heute gilt das japanische Gericht aus rohem Fisch, Gemüse und Reis in vielen Ländern als alltägliche und preiswerte Mahlzeit. Im Westen hingegen sieht die Lage anders aus. In gehobenen Sushi-Restaurants, die exotische Rezepte mit teurem Fisch anbieten, müssen Gäste selbst für kleine Portionen tief in die Tasche greifen. 

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Chicken Wings

Chicken Wings gelten vielerorts als Billigessen, das in einschlägigen Fast-Food-Restaurants zum Schnäppchenpreis im Eimer über die Theke geht. Doch früher waren die Flügel tatsächlich der teuerste Teil vom Huhn. Sie galten als so unansehnlich, dass sie weggeworfen oder als Resteessen verwendet wurden. Doch mit dem Aufstieg der sogenannten „Buffalo Wings“ in den 1960ern in den USA wurden sie zu einem Hit auf der ganzen Welt – empfindliche Preissteigerung inklusive.
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Skirt Steak (Kronfleisch)

Dünn geschnitten und heute traditionell in Feinkostläden zu finden, war das Kronfleisch vor ein paar Jahrzehnten noch zum Schnäppchenpreis zu haben. Doch sein Wert stieg, als es ab den 1980ern für mexikanisch inspirierte Fajitas verwendet wurde. Der Kilopreis hat sich binnen weniger Jahre mehr als verdoppelt. 

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Kaffee

Rund 70 Prozent der Kaffeebohnen haben wir einer einzigen Pflanze zu verdanken, der Arabica. Eine Studie der „Royal Botanic Gardens“ in London prognostizierte 2012, dass die äthiopische Pflanze durch den Klimawandel derart geschädigt werden wird, dass Ende des Jahrhunderts 95 Prozent des Bestands verschwunden sein könnten. Die anhaltende großflächige Waldrohdung tut ihr Übriges dazu bei (Kaffee wächst im Schatten hoher Bäume), dass wir wohl schon viel früher mit höheren Kosten rechnen müssen. 

Mehr: Diese Kaffee-Hacks werden Ihr Leben einfacher machen

Alexander Chaikin/Shutterstock

Wein

Auch der Weinproduktion stehen aufgrund des Klimawandels harte Jahre bevor, denn die Reben reagieren besonders empfindlich auf Temperaturschwankungen. Rund 73 Prozent der australischen und 70 Prozent der kalifornischen Weinberge werden laut einer Studie der Wissenschaftsorganisation „Proceedings of the National Academy of Sciences“ bis 2050 verschwunden sein. Andere Anbaugebiete sind ebenfalls gefährdet. Dies wird zwangsläufig dazu führen, dass wir in Zukunft für jede Flasche tiefer in die Tasche greifen müssen.

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Honig

Die Zahl der Bienen ist in den letzten Jahren auf der ganzen Welt dramatisch zurückgegangen – eine schlechte Nachricht für alle Honigliebhaber. Aufgrund des sinkenden Angebots – bei gleicher oder höherer Nachfrage – darf man davon ausgehen, dass der Preis deutlich nach oben gehen wird. Die fehlende Bestäubung durch Bienen wirkt sich auch auf andere Lebensmittel aus, von Äpfeln über Kiwis und Avocados bis hin zu Kohl. 

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Schokolade

Laut einer Studie der Schokoladenhersteller Mars und Barry Callebaut essen wir schon jetzt mehr Schokolade, als wir produzieren können. Dieser Umstand, gepaart mit der globalen Erderwärmung, die eine massive Bedrohung für die Kakaopflanzen in Ghana und der Elfenbeinküste in Westafrika darstellt (die größten Lieferanten der weltweiten Schokoladeproduktion!), dürfte in Zukunft zu massiven Preiserhöhungen führen. 

Mehr: Das sind die meistgefälschten Lebensmittel der Welt

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Kaviar

Kaviar ist heute eines der teuersten Lebensmittel der Welt. Schwer vorstellbar, dass er im 19. Jahrhundert in Bars und Saloons in ganz Amerika gratis aufgetischt wurde. Ähnlich wie man heute Nüsse auf die Tische stellt, sollte der salzige Fischrogen den Bierkonsum anregen. Doch Überfischung führte dazu, dass der einst große Bestand des Störs, von dem Kaviar stammt, dramatisch zurückging. In der Folge schossen die Preise nach oben. 

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Kirschen

Auch niedrigere Temperaturen werden mitunter zum Problem, zum Beispiel wenn es um Steinobst, insbesondere Kirschen, geht. 2012 verlor die Kirschindustrie im US-Bundesstaat Michigan durch einen unerwartet späten Frost 90 Prozent ihrer Ernte und auch in Europa kommt es wegen zu viel Regen oder spätem Frost immer wieder zu Ernteausfällen. Setzt sich der Trend zu unberechenbarem Wetter fort, könnten die Folgen für den Kirschenanbau katastrophal sein – und die Preise dürften explodieren. 

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Bohnen

Bohnen sind ein fester Bestandteil von Mahlzeiten in vielen Teilen der Welt, insbesondere aber in Lateinamerika und Afrika. Kein Wunder, denn sie sind günstig, lecker und nahrhaft. Damit könnte allerdings bald Schluss sein, denn in den letzten Jahren ist ihr Preis stetig gestiegen. Studien deuten darauf hin, dass die Ernte in den Anbaugebieten in Ostafrika in den nächsten zehn Jahren dramatisch sinken könnte. Grund einmal mehr: die globale Erderwärmung. 

Lesen Sie jetzt: Diese Lebensmittel sind vom Aussterben bedroht

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