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Das waren die Lieblingsspeisen der Queen

Was Elizabeth II. wirklich gern gegessen und getrunken hat

By loveFOOD-Team · December 26, 2022

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Anwar Hussein/EMPICS Entertainment

Was Elizabeth II. wirklich gern gegessen und getrunken hat

Seit ihrer Kindheit war die britische Monarchin Elizabeth II. von Luxus, Prunk und Pracht umgeben. Sie hätte sich die besten Köche und die teuersten Speisen der Welt leisten können. Tat sie aber nicht. Denn statt Austern, Kaviar und Co. liebte die Jahrhundert-Königin eher unprätentiöse Küchenkunst. Von Keksen zum Frühstück bis zum Schaumwein als Schlummertrunk – das aß und trank die Queen für ihr Leben gern.

Ingus Kruklitis/Shutterstock

Frühstück: Tee und Kekse

Zur frühen Stunde startete die Queen ihr Morgenritual mit Earl-Grey-Tee und Keksen. Das verriet im Jahr 2019 die königliche Biografin Katie Nicholl. Den Markennamen der Cracker gab die Autorin allerdings nicht bekannt. Zu ihren absoluten Lieblingskeksen sollen „Chocolate Olivers“ der Marke Huntley and Palmers gehörten haben, so jedenfalls enthüllte es der ehemalige Koch des Königshauses, Darren McGrady, im Jahr 2020.

P Maxwell Photography/Shutterstock

Frühstück: Müsli

Zum offiziellen Frühstücksstart nahm die Queen laut Katie Nicholls zunächst eine Schüssel Müsli zu sich. Angeblich kamen die Cornflakes aus einer stinknormalen Tupperdose, die zwischen all dem Gold- und Silberzeugs auf den Tisch gestellt wurde. Auch mussten die Cerealien laut der Zeitung „Reader's Digest“ von keiner besonderen Marke sein. Auch Haferbrei aß die Monarchin sehr gerne, wie einmal ihr verstorbener Gatte, Prinz Philipp, verriet. 

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Frühstück: Marmeladen-Toast

Wie die Queen in einem Film-Spot anlässlich ihrer Platin-Jubiläumsfeier dem Paddington Bär verriet, teilte sie seine Vorliebe für Marmeladen-Sandwiches und enthüllte, dass sie für alle Fälle immer eines in ihrer Handtasche gehabt habe. Natürlich nur ein kleiner Kamera-Gag. Wahr ist aber, dass Queen Elizabeth II. Toast mit Marmelade gern auch zum Frühstück aß. Normalerweise bei ihrer zweiten Tasse Tee, so die Biografin Katie Nicholl.

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Frühstück: Bücklinge

Laut dem ehemaligen Butler, Charles Oliver, entwickelte die Queen in den Kriegsjahren ein Faible für einen eher ungewöhnlicheren Frühstücksgenuss: Bücklinge. In seinem Buch „Dinner at Buckingham Palace“ erzählt Oliver die Geschichte der jungen Prinzessinnen Elizabeth und Margaret, wie sie im Windsor Castle von einem besonders köstlichen Geruch in die Schlossküche gelockt wurden und dort das erste Mal dieses traditionelle britische Frühstück probierten. Laut Oliver war der Räucherfisch seitdem „ein Lieblingsessen der Queen“.

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Frühstück: Räucherlachs und Rührei

Laut dem ehemaligen Koch im Buckingham-Palast, Darren McGrady, genoss Queen Elizabeth II. zu besonderen Anlässen gerne auch mal Rührei mit Räucherlachs – manchmal sogar gekrönt mit einem Hauch von geraspeltem Trüffel. Bescheidener Weise fügte der damalige Angestellte aber hinzu, dass die Queen normalerweise „zu sparsam war, um jemals frische Trüffel zu bestellen“.

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Mittagessen: Gin und Dubonnet

Gerne genehmigte sich die Queen einen Cocktail. Und das nicht nur auf Dinnerpartys oder Gala-Abenden. Es gehörte sozusagen zur königlichen Tradition, einen Gin-Dubonnet schon vor dem Mittagessen zu trinken. Das Mixgetränk aus der Wacholderspirituose und dem Wermut-ähnlichen Aperitif war das Lieblingsgetränk der Queen und wurde ihr stets mit einer Zitronenscheibe und viel Eis serviert. Die bevorzugte Gin-Marke der Queen soll Gordon‘s gewesen sein. Die schottische Spirituosenmarke war ein offizieller Hoflieferant.

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Mittagessen: Seezunge

Zum Mittag mochte es die Queen leicht und gesund. Und so kredenzte der damalige Küchenchef McGrady der Monarchin zum Beispiel gegrillte Seezunge mit Spinat oder Zucchini. Obwohl Elizabeth II. schon eine Vielzahl prunkvoller Bankette ausgerichtet hatte, bevorzugte die Monarchin zu Hause eine eher unprätentiöse Küche. Wenn sie allein zu Mittag aß, verzichtete sie oft auf Kohlenhydrate wie Nudeln, Reis und Kartoffeln, verriet der ehemalige Koch.

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Mittagessen: Huhn und Salat

Das Motto „Öfter mal was Neues“ war nichts für die Königin. Zumindest, wenn es um ihre Essgewohnheiten ging. Ihre Devise lautete eher „nahrhaft und schlicht“. Wenn Seezunge nicht auf dem Speiseplan stand, dann war gegrilltes Hähnchen mit Salat auch okay. Eine Feinschmeckerin soll die Monarchin laut McGrady nicht unbedingt gewesen. Ganz im Gegenteil zu Ehemann Prinz Philip, der „es liebte zu essen und den ganzen Tag über Essen zu reden“, so der Koch.

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Afternoon Tea: Sandwiches und Kuchen

Egal, in welchem Teil der Welt sich die Queen auch gerade aufhielt, auf den Nachmittagstee verzichtete sie niemals. Laut Darren McGrady war es einer der Lieblingsmahlzeiten der Monarchin und bestand aus süßen Leckereien, den typischen britischen Scones und krustenlosen und rund ausgestochenen Sandwiches. In der Dokumentation „Secrets of the Royals“ verriet der ehemalige Küchenchef Graham Newbould, dass die königliche Familie der Tradition nach keine quadratischen Sandwiches zu sich nimmt, da „jeder, der ihnen eckige Speisen vorsetzt, versuchte sie vom Thron zu stürzen“. Die Tradition ist Gerüchten zufolge von Queen Victorias Ehemann Albert inspiriert, denn dieser dachte, dass es Unglück bringe sargförmiges Essen zu sich zu nehmen. Dies führte dazu, dass nur Sandwiches mit runden Kanten serviert wurden.

Danilova Janna/Shutterstock

Afternoon Tea: Sandwiches und Kuchen

Aber welche Sandwiches aß die Queen besonders gern? Als kleines Mädchen wurden Elizabeth II. die sogenannten „Jam Pennies“ serviert – kleine, mit Himbeermarmelade bestrichene und in der Größe einer englischen 5-Penny-Münze ausgestochene Sandwiches. Aber auch englische Sandwich-Klassiker mit Gurke, Räucherlachs, Ei und Mayonnaise oder Schinken und Senf wurden der Monarchin ganz traditionell auf der Etagere kredenzt. 

David Monniaux/Wikimedia Commons

Abendessen: Gleneagles Paté

Diese Schicht-Pastete aus Räucherlachs, Forelle, Makrele, viel Butter und Dill war eine der Leibspeisen der Queen. Besonders, wenn sie im Sommer auf Schloss Balmoral in Schottland residierte. Laut McGradys Buch „Eating Royally“ wurde die Terrine, deren Name von der gleichnamigen Gegend in Schottland stammt, traditionell als Vorspeise mit Meerrettich-Crème-fraîche und knusprigem Melba-Toast serviert.

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Abendessen: Fleisch oder Fisch von Balmoral

Wenn sich die britische Monarchin alljährlich zwischen August und Oktober in ihre schottische Residenz zurückzog, bevorzugte sie die zünftige Küche. Mit Fasanen, Moor- oder Rebhühnern vom eigenen Anwesen. „Die Königin liebt es, alles vom Anwesen zu essen, sie liebt es, wenn diese Dinge auf der Speisekarte stehen,“ weiß Darren McGrady. Auch auf Sandringham im englischen Norfolk kamen Wildvögel, die auf dem Anwesen geschossen wurden, auf den königlichen Tisch. Die Jagd am zweiten Weihnachtstag in Sandringham ist bis heute eine jährliche Tradition der britischen Royals.

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Abendessen: Gälisches Steak

Auf seinem Youtube-Kanal verriet McGrady ein weiteres Lieblingsgericht der Queen: „Als Hauptgericht liebte sie gälisches Steak, Filetsteak mit einer Pilz-Wiskey-Sauce.“ Und besonders, wenn das Rehfleisch lokal von ihrem Anwesen stammte. Für die cremig-dicke Sauce verwendete der Koch eine ganz besondere Geheimzutat: Ein Viertel Teelöffel der typisch britischen Würzpaste Marmite.

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Abendessen: Steak

Was der Jahrhundert-Monarchin auf keinen Fall auf die Teller kam, war rohes Fleisch. Sie bevorzugte gut Durchgartes. Chefkoch McGrady sagte gegenüber der Webseite „RecipesPlus“: „Es war sehr wichtig, dass das Steak gut angebraten und „well done“ serviert wurde.“ Und auch den Braten beim traditionellen „Sunday Roast“ mochte die Monarchin anscheinend lieber durchgegart. 

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Süße Leckereien: dunkle Schokolade

Die meisten Menschen mögen Schokolade. Die Queen liebte sie. „Das war ihre Leibspeise. Und je dunkler, desto besser“, verriet McGrady der Zeitschrift „Marie Claire“. Laut dem Ex-Koch konnte die Queen einem Schokoladenkekskuchen niemals widerstehen: „Dieser Kuchen war wohl der einzige, der immer wieder ins royale Speisezimmer gebracht wurde, bis alles weg war.“

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Süße Leckereien: Erdbeeren

Wenn die Queen ihre Sommer im schottischen Balmoral verbrachte, standen frisch gepflückte Himbeeren, Stachelbeeren oder Erdbeeren aus den schlosseigenen Gärten immer auf dem Dessertplan. Letztere wurden auch gern zu Marmelade für die „Jam Pennies“ eingekocht. Auch Windsor Castle hat seine schlosseigenen Ernten. Dort werden in den Gewächshäusern weiße Pfirsiche angebaut. Auf dem royalen Anwesen in Sandringham stehen auf über 28 Hektar rund 7.000 Apfelbäume. 

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Süße Leckereien: Mangos

Als exotischere Früchte bevorzugte Elizabeth II. Mangos. Sie soll sogar einen sechsten Sinn dafür gehabt haben, wann und wie viel tropisches Obst gerade auf Lager war. Der ehemalige Chefkoch im Buckingham Palace, John Higgins, verriet der Zeitung „National Post“: „Sie konnte genau sagen, wie viele Mangos sich im Kühlschrank des Buckingham Palace befanden.“

PA/PA Archive/PA Images

Schlummertrunk: Champagner

Als Schlummertrunk gönnte sich die Queen ein Glas Champagner. Und das jeden Abend vor dem Zubettgehen. Das jedenfalls verriet die Cousine der einstigen Königin, Margaret Rhodes. Ob das zur langen Gesundheit von Elizabeth II. beigetrug, weiß man nicht. Auch nicht, welche Marke des edlen Prickelwassers bevorzugt ins Glas der Monarchin geschenkt wurde. Höchstwahrscheinlich aber eine der acht Weingüter wie Bollinger, Krug, Lanson und Pol Roger, die zu den offiziellen königlichen Hoflieferanten der Queen zählten.

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Zum Mitnehmen: Fish and Chips

Die Queen wäre wohl keine typisch britische Königin gewesen, wenn sie nicht auch mal Gelüste auf das typische Inselessen „Fish and Chips“ gehabt hätte. Während ihrer Aufenthalte in Balmoral soll sie laut McGrady oft einen Butler gebeten haben, ihr „Fish and Chips“ aus einer lokalen Imbissbude in Ballater zu besorgen. In Windsor dagegen wurde der Seelenschmaus in der königlichen Küche eigens zubereitet. Wie der königliche Koch McGrady auf seinem Youtube-Channel erklärte, bevorzugte die Queen eine raffiniertere, weniger teiglastige „Fish and Chips“-Variante.

Mehr: Essgewohnheiten, die Sie im Ausland besser vermeiden

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Für unterwegs: Schottischer Früchtekuchen

Was die Queen bei all ihren Reisen rund um die Welt auch immer dabei hatte, war der klassische „Dundee Cake“ – ein schottischer Früchtekuchen mit Rosinen und Mandeln. Der Zeitung „The Telegraph“ zufolge aß Königin Elizabeth II. zur Teezeit in den Lüften den süßen Magenfüller häufig im Privatjet. Zusammen mit einem Scone mit Streichrahm und einer Tasse ihres Lieblingstees, dem Earl Grey von Twinings.

Anwar Hussein/EMPICS Entertainment

Und was ist mit den Corgis?

Der ehemalige Koch der Queen musste nicht nur die royale Familie bewirten. McGrady stand auch für die königlichen Corgis in der Küche. Für die Hunde soll es sogar eine eigene Speisekarte gegeben haben, die regelmäßig zwischen Rind, Huhn, Lamm und Kaninchen wechselte. Dem amerikanischen „Hello“-Magazin erklärte McGrady: „[Die Speisekarte] wurde jeden Monat von Frau Nancy Fenwick, die sich in Sandringham um alle Hunde kümmerte, ausgewählt und uns dann in die Küche geschickt.“

Lesen Sie jetzt: Die Lieblingsspeisen dieser Royals überraschen

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